Gründung einer neuen Gesellschaft
Es ist wohl einleuchtend, dass eine insolvente und daher vermögenslose Gesellschaft mit einem unkooperativen Insolvenzveralter keine Möglichkeit hat, die Geschäfte fortzuführen. Als dieser 2005 die immateriellen Güter (Patente / Arbeitsergebnisse) der CargoLifter AG international versteigern wollte, schloss sich eine Gruppe von Aktionären zusammen und zahlte Gelder auf einem Konto ein, um mitbieten zu können. Gleichzeitig wurde beabsichtigt, eine „CL neu“ zu gründen, deren Ziel es ist (Auszug aus der Satzung): „...unter Wahrung der Interessen der Aktionäre der CargoLifter AG i.I. die Entwicklung der ‘Leichter-als-Luft-Technologie’ im Sinne des von CargoLifter eingeschlagenen Weges voranzutreiben.“
Im Juni 2005 beschloss der Gläubigerausschuss, trotz Intervention von Bundestagsabgeordneten des Landes Brandenburg, die Patente und Arbeitsergebnisse an die Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen zu verkaufen. Kurz darauf wurde die neue CL CargoLifter GmbH & Co. KG a.A. gegründet und im September 2005 in das Handelsregister eingetragen. Die Geschäftsführung besorgt die CLifter GmbH unter Leitung von Mirko Hörmann, den Aufsichtsrat bilden Carl von Gablenz (Vorsitz), Arnd Middelmann und Christoph von Kessel.
Was hat die neue CargoLifter seit Gründung erreicht?
Der erste Schritt
Zunächst einmal hat die neue Gesellschaft im Auftrage der AG die Aktionärsdaten so
aufbereitet, dass sie überhaupt genutzt werden können. Einige Tausend Aktionäre wurden durch in einer Art Call-Center organisierte Mitstreiter angerufen und um ihre E-Mail-Adressen gebeten. So konnte die Anzahl der Kontakte zu Aktionären erhöht werden, um diese regelmäßig zu informieren.
Falls Sie Aktionär der CargoLifter AG waren bzw. sind und noch keinen Kontakt haben, registrieren Sie sich bitte hier!
Schritt-für-Schritt-Ansatz
Weiterhin übernahm sie die Kommunikation mit potenziellen Kunden und entwickelte daraus neue Geschäftspläne. Einerseits für Leichter-als-Luft-Lösungen mittels Lastballonen und -kränen, wo aufbauend auf den Erfahrungen der CargoLifter AG in Kürze eine Erprobungsphase beginnen wird. Andererseits für einen völlig neuen Ansatz, der eine schrittweise Entwicklung von einem ballon- zu einem luftschiffartigen Gefährt erlaubt. Anders als zuvor CargoLifter mit dem CL 160, fördert die KG eine schrittweise Umsetzung von kleineren und mittleren Lösungen bis hin zu Luftschiffen der Größe der alten Hindenburg mit der Möglichkeit, 80 Tonnen zu heben und zu transportieren.
Dabei tritt die CL KG nicht als Entwicklungs- oder Produktionsbetrieb auf den Plan, sondern vielmehr in der Rolle des Koordinators und Auftraggebers. Hierzu werden Gespräche mit Investoren, aber vor allem mit potenziellen Kunden geführt. CL CargoLifter unterstützt zum Beispiel die Bemühungen der ISO Polar Inc. in Kanada unter der Führung von Prof. Dr. Barry Prentice, der sich seit Jahren unermüdlich für den Einsatz von Leichter-als-Luft-Lösungen in seinem Land einsetzt, sei es zur Versorgung der Minenindustrie oder der indigenen Bevölkerung an abgelegenen Orten im Norden des weiten Landes. Dies wird zunehmend wichtiger, seitdem die sogenannten Eisstraßen wegen der ständig wärmeren Winter nicht mehr zuverlässig genutzt werden können.
Die CargoLifter-Patente sind zurück!
Eine sehr erfreuliche Nachricht ist: Die CL KG hat sämtliche relevanten Patente der CargoLifter AG erworben, so dass ein wesentlicher Teil dessen, was zuvor durch die Aktionäre bezahlt wurde, wieder in den richtigen Händen ist. Dazu gehört natürlich auch das CargoLifter-Urpatent!
Mit der Führung der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH konnte Einigkeit erzielt werden, dass die CL KG künftig auf die Arbeitsergebnisse der CL AG zugreifen kann.
Vom Insolvenzverwalter wurden die Internet-Domains cargolifter.de und cargolifter.com erworben.
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